Das ultimativste meiner Abnahme-Erfolgsgeheimnisse ist “Planen”.

Man kann jede Menge Dinge planen: ich kann planen, was ich wann essen möchte und wie viele WW-Punkte mein Essen haben wird. Ich kann planen, an welchen Tagen ich Joggen gehen werde und mir dafür Zeit einplanen (Spoiler… werde ich nicht 😋… mehr dazu hab ich in diesem Erfahrungsbericht geschrieben: Sport ist Mord). Ich kann sogar meine komplette Abnahme durchplanen. Ich werde “Planen” also wohl noch häufiger hier in meinem Blog thematisieren…

Heute möchte ich ein bisschen darüber erzählen, wie ich Spontaneität plane.

Klingt paradox, ich weiß…

Mir hat mal eine meiner Weight Watchers Teilnehmerinnen gesagt: „Ich bin eher so der spontane Typ. Ich will meinen Alltag nicht durchplanen, sondern immer so entscheiden, wie ich gerade Lust habe. Also am Montag will ich noch nicht entscheiden, was ich am Freitag essen werde.“

So ein Typ bin ich auch.

Und hier kommt der Knackpunkt: Wenn ich abends nach einem langen stressigen Arbeitstag hungrig nach Hause komme und total Appetit auf etwas leckeres Herzhaftes habe, dann sollte ich besser etwas leckeres Herzhaftes schnell greifbar im Kühl- oder Eisschrank haben. Und ich spreche jetzt nicht von Tiefkühlpizza oder Chips, sondern von etwas, das mit meinem Ziel abzunehmen vereinbar ist.

„Ich bin ja jetzt auf Diät, also ist mein Kühlschrank immer leer, damit ich nichts esse, was ich nicht darf“ ist also eine ganz falsche Einstellung.

Wenn ich abnehme, dann packe ich meinen großen 2-türigen amerikanischen Kühlschrank (ich liebe dieses Teil) als allererstes picke-packe-voll!!! Und alle anderen Vorratsschränke auch.

Ich kaufe dann Unmengen an Obst und Gemüse (frisch und tiefgefroren) ich kaufe Garnelen, Forellen und Schnitzel von glücklichen Schweinen, ich bestelle beim Bio-Galloway-Händler meines Vertrauens, ich fülle meine Müsli-, Nudel-, Reis- und Kartoffelvorräte auf und kaufe Eier, Joghurt, Quark und neuerdings auch Skyr.

Denn… mit einem vollen Kühlschrank habe ich jede Menge Optionen, wenn ich abends hungrig nach Hause komme.

Aber ich kenne mich… manchmal habe ich abends überhaupt keine Lust zu kochen und weil ich echt Hunger habe, muss es richtig, richtig schnell gehen. Daher bereite ich wochenends immer ein paar Sachen vor: ich koche eine Packung Nudeln, brate ein paar Champignons mit Zwiebeln, ich mache eine große Portion Grillgemüse (im Backofen), koche ein paar Eier hart und brate 2 Schnitzel, die ich vorher in Scheiben geschnitten habe… (natürlich sind das nur ein paar Beispiele, ich mache nicht jede Woche dasselbe… ich lese vieeeeeel in den WW-Rezepten, lasse mich inspirieren und probiere mindestens 1x pro Woche etwas “Exotisches” aus 😊).

Das kommt dann alles fein in Tupper-Dosen und die staple ich dann im Kühlschrank.

So entscheide ich jeden Morgen nach dem Baukastenprinzip, was ich denn in welcher Kombination gerne essen möchte.

Das klappt auch super, wenn es um mein Büro-Mittagessen geht!

Also das ist meine Baukasten-Version vom neu-deutschen MealPrep 😁.

Ich plane aber noch mehr.

Ich plane auch Knabberzeugs, Süßkram, Rotwein und lecker Käse in meine Woche mit ein.

Und zwar kein kalorienarmes gepunchtes Ersatzzeugs. Sondern das vollfette, süße leckere Zeugs. Warum? Weil das light-Zeugs einfach Kacke schmeckt und mich nicht glücklich macht! Ich esse lieber eine kleine Portion von etwas, das ich wirklich gerne esse, als eine große von etwas, das ich gar nicht wirklich mag. Und manchmal esse ich auch eine große Portion von etwas, das einfach nur lecker ist und sonst nichts 🙂 

Genau das ist ja auch die Idee der Wochen-Extra Punkte.

Die sind nicht zum sparen da oder zum stolz sein, dass man eisern war und die nicht genutzt hat. Die sind dazu da, dass man sie nutzt, um sich wohlzufühlen.

Denn so verhindert man Heißhungerattacken, Unzufriedenheit und Frust, also 3 der Hauptgründe, warum man irgendwann seinen Plan, das Wunschgewicht zu erreichen einfach aufgibt.

Ich zitiere hier auch sehr gerne, was eine meiner ehemaligen WW-Teilnehmerinnen immer gemacht hat: Die hat sich nämlich immer überlegt, wie viele Punkte sie denn in der gesamten Woche für Süßkram ausgeben möchte. Ich glaube sogar, dass es bei ihr die gesamten Wochen-Extra-Punkte waren. Und dann hat sie sich eine Tupper-Dose genommen, die auf eine Waage gestellt und so viele Gummibärchen (das ist ihr Liebstes) da rein geschüttet, bis die Punkte erreicht waren. Sie hat also direkt am Anfang ihrer Woche visualisiert: “Boa, so viele Gummibärchen darf ich diese Woche essen” und wusste : “wenn ich an einem Tag davon keine esse, dann bleibt mir mehr für einen anderen Tag”. Ich glaube, ich muss nicht erwähnen, dass diese Frau mit sehr viel Freude und Genuss irgendwann ihr Wunschgewicht erreicht hat, oder 😊?

Also mein persönliches Fazit ist: wenn ich mich einmal in der Woche hinsetze und mich damit auseinander setze, was bei mir im Laufe der Woche auf den Tisch kommen wird, dann kann ich mich nicht nur ständig drauf freuen (“nein, ich gehe jetzt nicht spontan in die Kantine, weil es da heute lecker Burger gibt, denn juhuuu, ich nehme morgen die lecker lecker Garnelen mit zur Arbeit und die machen mich super glücklich”) sondern ich habe den Rest der Woche den Kopf freier und mache mir nicht ständig Gedanken um meine nächste Mahlzeit.

Und so – meine lieben Leserinnen und Leser – plant man Spontaneität 😁😁😁.

PS: für alle, die sich wegen all meiner Inspiration jetzt auch bei Weight Watchers anmelden wollen… wenn Ihr Euch über diesen Link anmeldet, bekommt Ihr einen Monat gratis (und ich auch 😀 – ist also Werbung…) : Weight Watchers selbst ausprobieren!