Ich will jetzt auch einen flachen Bauch!

Rollen statt Hullern

Letzte Woche habe ich ja groß und breit davon berichtet, dass ich zwar schon 10 Kilo abgenommen habe, aber dass man mir diesen Erfolg irgendwie gar nicht ansieht.

Hm. Das hat mich jetzt doch nachhaltig beschäftigt.

Vor ein paar Wochen hatte ich mich mal als Sport-Muffel geoutet. Daran hat sich auch bis heute nicht wirklich etwas geändert.

Aber eins ist nunmal Fakt: wenn ich trainiere, dann nehme ich nicht unbedingt schneller ab, ABER ein abgenommenes Kilo sieht optisch aus wie zwei.

Naja, so ganz 100% stimmt diese Aussage jetzt nicht. Damals als Weight Watchers Coach wurde ich oft gefragt, ob man irgendetwas tun kann, dass man gezielt an den Problemzonen abnimmt. Also der Busen soll bitte genau so schön rund und knackig bleiben, aber Po und Beine sollen bitte kleiner werden und der Bauch soll bitte ganz weg. Und schlabberige Haut soll natürlich auch nirgends runter hängen.

Was das Fett betrifft, so haben wir leider so gar keinen Einfluss, wo das deponiert oder weggenommen wird. Diese Entscheidung trifft allein der eigene Körper (und zwar abhängig von unseren Genen). Und “überschüssige Haut” bildet sich nur mit der Zeit von selbst zurück (oder in ganz krassen Fällen durch eine Operation).

AAAAABER wir haben einen Einfluss auf unsere Muskeln!

Ich habe mal in einem Nebensatz erwähnt, dass wir, wenn wir abnehmen, 3 Komponenten abnehmem:
1. Wasser (je nachdem, wie es gerade um unseren Hormonhaushalt oder den Salzgehalt in unserem Körper steht, lagert unser Körper Wasser in die Zellen ein – oder stößt es wieder ab. So erklären sich kurzfristige hohe Gewichtsschwankungen, aber langfristig hat dies keinen weiteren Einfluss auf die Abnahme),
2. Fett (das ist tatsächlich das, was wir abnehmen möchten) und
3. Muskelmasse

Ich könnte jetzt einen langen Vortrag darüber halten, wie unsere Muskeln aufgebaut sind und wie Energiegewinnung in unserem Körper chemisch funktioniert.

Aber erstens müsste ich dafür meine alten Studienunterlagen wieder heraus kramen (sonst kriege ich womöglich einen Shitstorm, weil ich den ein oder anderen Fakt nicht 100%ig korrekt widergegeben habe 😛 ) und zweitens interessiert so viel Chemie-Kram eh keine Sau 😉

Nur soviel solltet Ihr wissen: für unseren Körper ist es einfacher, Energie aus nicht genutzten Muskeln zu gewinnen, als aus unseren Fettreserven!

Echt jetzt. Kein Scheiss! Wenn wir abnehmen, dann nehmen wir ganz viel Muskelmasse ab, bevor es an die Fettreserven geht!

Und dagegen hilft nur eins: dem Körper klar machen:
“HE!!! Nicht den Muskel wegnehmen! Den brauche ich gerade ganz dringend!!!!!”

Und wie mache ich das? Indem ich diesen Muskel nutze!

Es gibt also direkt mehrere objektive Gründe, warum ich meine Sport-Muffeligkeit mal in Frage stellen sollte:
– ich verhindere durch Sport, dass mein Körper meine Muskeln abbaut,
– wenn ich Sport mache, verbrenne ich beim Sport Kalorien,
– (gut trainierte) Muskeln verbrennen auch Kalorien, wenn ich mich NICHT bewege (oh, das hatte ich noch gar nicht erwähnt, oder?),
– mit mehr Kondition fällt mir der Alltag leichter.

Aber objektiv schmogjektiv.

Interessiert mich alles nicht.

Aber folgender Fakt interessiert mich durchaus: 
trainierte Muskeln lassen den Körper grundsätzlich schlanker erscheinen.

Und ich will einen FLACHEN BAUCH!!!!
Aber ehrlich gesagt bin ich nicht wirklich bereit, viel dafür zu tun 🙂

Ich habe klassische Bauchmuskelübungen schon IMMER gehasst.
Auf dem Rücken liegen und mit kleinen Bewegungen so tun, als würde ich die Knie berühren… Ich finde diese Übungen total unangenehm.

Daher habe ich mit einigem Interesse diesen neuen “Hulla”-Trend beobachtet.

Hulla-Hup-Reifen-Training scheint ja der absolut heisseste Scheiß im Moment zu sein!
Die WW-Foren sind voll mit Hulla-Videos und Kaufempfehlungen für Hulla-Reifen.

Aber irgendwie ist mir dieser Trend total suspekt.
Einerseits verzweifeln die einen, weil sie nicht mehr als 3 Runden “hullern” schaffen. Andererseits gibt es fiese Fotos mit dicken blauen Flecken an Bauch und Hüfte.

Ich persönlich traue mir das Hullern durchaus zu (war schon als Kind eine talentierte Hulla-Hupperin), AAAAABER: wer hat denn bitte so viel Platz im Haus (das Ding hat ja einen ganz schönen Trainings-Durchmesser)? Ich kann mir auch ehrlichgesagt nicht vorstellen, mich mit dem Teil zum hullern eine Stunde jeden Tag vor den Fernseher zu stellen (das scheint so die durchschnittliche Trainingszeit zu sein).

Aber ich will jetzt gar nicht weiter darüber lamentieren, was ich alles NICHT kann und NICHT will und NICHT werde.

Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht schon längst eine Alternative gesucht und gefunden hätte, mit der ich glücklich bin.

Und zwar einen 30-jahre alten “Bauch-weg-Roller”. Den hat meine Mama nämlich Mitte der 90er in ihrer eigenen Fitness-First-Epoche im Mediashop im Fernsehen gesehen und anschließend bestellt. Und ich habe ihr den gemopst!

Das Trainingskonzept ist denkbar einfach: ich kniee mich auf den Boden (und weil ich eine alte, bequeme Frau bin, kommt ein dickes Kissen unter meine Knie) und rolle ein kleines Gerät mit Reifen und Handgriffen ein paar mal vor, zurück und vor, zurück.

Ich empfinde dieses Vor- und Zurückrollen als absolut nicht anstrengend. Normalerweise mache ich 20 gerade und je 10 Roller nach links und nach rechts. Dauert knappe 3 Minuten.

Und woher weiß ich, dass diese Übung effektiv ist?

Weil ich am nächsten Tag MUSKELKATER habe. Und zwar nicht nur im Bauch (an den Muskeln in der Magen-Gegend), sondern auch am Unterbauch (das habe ich mit “klassischen” Bauchmuskelübungen noch NIE geschafft) und darüber hinaus auch an einigen Stellen am Rücken!

Mir ist es ergo auch nicht schwer gefallen, die Trainingsintensität mal zu erhöhen (also ein paar mehr “Roller”) und hin und wieder mal eine “Liegestütz” mit einzubauen. 

Also, ich liebe dieses “Bauch-Teil”!!!

Ich hab mal ein bisschen herumrecherchiert.

Den Bauch-weg-Roller, den meine Mama vor 30 Jahren im Mediashop gekauft hat, gibt es so leider nicht mehr. Aber es gibt jede Menge Bauch-weg-Roller bei Amazon. Die gibt es in günstig (ab 15 €), AAAAABER dann haben die keine “Rückholautomatik” (in Form einer Feder, die sich beim Rollen anzieht). Die empfinde ich persönlich als super wichtig! Wer wie ich äußerst untrainierte Muskeln hat, profitiert sehr davon, dass eine “Feder” mir dabei hilft, wieder zurück zu rollen.

Wenn Ihr Euch diese Bauch-weg-Roller mal anschauen wollt, dann klickt gerne auf die Bilder unten (sind alles Amazon-Links, muss ich also als Werbung markieren 😉 ):
Hier habe ich mal für Euch ein paar Roller mit Rückholautomatik heraus gesucht. 

Vielleicht sind die ja etwas für Euch 🙂 .

(Ich persönlich bin ja ein Fan von dem chicken Motorrad 😉 )

Und ich berichte Euch in ein paar Wochen, ob man auf meinen Vorher-Nachher-Fotos demnächst etwas mehr sieht als letzte Woche 😉

Zusammen starten wir dann den neuen Trend #rollenstatthullern 😀 😀 😀 

 

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